Gesellschaftter Geschäftsführer

Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge auch beim faktischen Geschäftsführer verdeckte Gewinnausschüttungen

Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge (SFN-Zuschläge) führen nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster nicht nur bei nominellen, sondern auch bei faktischen Geschäftsführern einer GmbH grundsätzlich zu verdeckten Gewinnausschüttungen.

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Sonntags-, Feiertags- und Nachtzuschläge (SFN-Zuschläge) führen nach einer Entscheidung des Finanzgerichts Münster nicht nur bei nominellen, sondern
auch bei faktischen Geschäftsführern einer GmbH grundsätzlich zu verdeckten Gewinnausschüttungen.

Erhält ein Geschäftsführer SFN-Zuschläge, sind diese regelmäßig als verdeckte
Gewinnausschüttungen anzusehen. Dies beruht auf dem Gedanken, dass ein Geschäftsführer notwendige Aufgaben auch außerhalb der üblichen
Arbeitszeiten erledigen muss. Diese Vermutung ist nach Ansicht des Finanzgerichts Münster auch auf einen faktischen Geschäftsführer zu übertragen.

SFN-Zuschläge sind aber nicht ausnahmslos als verdeckte Gewinnausschüttungen
zu qualifizieren. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs
kann eine entsprechende Vereinbarung im Einzelfall durch
überzeugende betriebliche Gründe gerechtfertigt sein, wenn sie geeignet
sind, eine Veranlassung durch das Gesellschaftsverhältnis zu entkräften.
So liegt insbesondere keine verdeckte Gewinnausschüttung vor, wenn auch
»gesellschaftsfremde« Arbeitnehmer in vergleichbarer Position die Zuschläge
erhalten. Im aktuellen Streitfall des Finanzgerichts Münster fehlte diese
»vergleichbare« Position.

 

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